2019: Das ändert sich für Mieter und Eigentümer

Das neue Jahr hat gerade begonnen und der Immobilienwelt stehen einige Änderungen bevor. Während manche Änderungen bereits Mitte Dezember im Bundestag beschlossen wurden, stehen andere noch nicht komplett fest. Klar ist aber: Sie werden eintreten, egal ob für Mieter oder Eigentümer.

Mietbremse wird verschärft

Da die Mietbremse bisher vielerorts leider als wenig problemlösend galt, wurden nun vom Bundestag Maßnahmen beschlossen, die dieser Problematik entgegenwirken sollen. Bisher durften die Mieten höchstens zehn Prozent über dem ortsüblichen Durchschnitt liegen, außer allerdings der vorherige Mieter hat bereits mehr Miete bezahlt. Da es für Mieter leider schwer war, den tatsächlichen Betrag der vorher bezahlten Miete herauszufinden und diese Tatsache ein Schlupfloch für erhöhte Mieteinnahmen war, soll genau hier angepackt werden. Eigentümer sind künftig dazu verpflichtet ihren Mietern unaufgefordert Einsicht in die Höhe der Vormiete zu gewähren, außerdem müssen die Gründe zur Mieterhöhung wie etwaige Sanierungen oder Modernisierungen umgehend mitgeteilt werden. Kommt der Eigentümer dieser Aufskunftspflicht nicht nach, so darf er nicht mehr verlangen als eben die zahn Prozent über der ortsüblichen Durchschnittsmiete, auch nicht, wenn Ausnahmen vorliegen, die eine höhere Miete rechtfertigen würden.

Ökostromzulage sinkt, Strom und Gas werden teurer

Eine erstmal erfreuliche Nachricht ist außerdem das Sinken der Ökostromzulage, die jeder Strombezieher mit seiner Stromrechnung zahlt. Die Differenz ist gar nicht mal unbeachtlich, immerhin sinkt die Zulage um ganze fünf Prozent. Haushalte, die 2018 rund 272 Euro bezahlt haben, sollen künftig nur noch 256 Euro zahlen müssen. Grund dafür ist wohl der leicht steigende Börsenpreis für Strom, allerdings wird hierdurch die Stromrechnung per se nicht unbedingt billiger. Was nämlich durch die sinkende Zulage wegfällt kommt durch den Strompreis an sich mindestens wieder drauf. Das Netzportal Immowelt tendiert sogar zu der Aussage, dass Eigentümer im Süden und Westen Deutschlands unterm Strich mit einer höheren Rechnung rechnen müssen. Des Weiteren haben einige Anbieter höhere Netzentgelte angekündigt. Doch nicht nur der Strom könnte teurer werden. Auch die angekündigte Erhöhung für Gaspreise lässt Mieter und Eigentümer vielerorts aufhorchen. Diese Erhöhung soll daher rühren, dass die Beschaffungspreise von Gas in die Höhe gestiegen sind. Am stärksten soll die Erhöhung Bremen (28%), Niedersachsen (11%) und Hamburg (7%) betreffen.

Neben den bereits erläuterten Aspekten sollen natürlich noch weitere Änderungen auf Mieter, Eigentümer und Bauherren zukommen. Beispielsweise soll sich der Mindestlohn für Handwerker erhöhen, die Grunderwerbsteuer-Regelung soll erneut diskutiert werden und damit Share-Deals erschweren und der Mietwohnungsbau soll durch eine Sonder-AfA aufgeputscht werden. Wie schnell diese Änderungen sich in der deutschen Immobilienwirtschaft bemerkbar machen wird sich zeigen, allerdings freuen sich Mieter und Eigentümer, dass ihre Anliegen vom Bundestag zunehmend ernst genommen werden.

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