Aufgeräumt in den Frühling: Tipps zum Ausmisten und Entrümpeln

Zahlreiche Deutsche nutzen jedes Jahr den Frühling, um die Wohnung mal wieder auf Vordermann zu bringen. Dazu zählt natürlich der altbekannte Frühjahrsputz, aber auch Entrümpeln und Ausmisten muss immer mal wieder sein. Sich von alten Sachen zu trennen oder neue Plätze zu finden ist allerdings manchmal gar nicht so einfach.

Jedem Teil seinen Platz

Zunächst einmal und vor allem am leichtesten trennt man sich wohl schlicht und einfach von Müll: Notiz-Zettelchen, alte Kassenbelege oder ähnliches- diese Dinge landen beim Ausmisten direkt im Abfall. Aber auch Dinge, die wir tatsächlich nutzen und brauchen geben unserer Wohnung manchmal eine unaufgeräumte Atmosphäre. Das passiert, wenn besagte Gegenstände keinen festen Platz haben und gerne mal auf leeren Ablageflächen wie Kommoden oder Fensterbänken landen. Hier kommen kleine Helfer ins Spiel: Haken an der Tür, Körbchen für die Post oder ein Schlüsselbrett.

Immer mit der Ruhe

Egal nach welchem Vorgehen man die Wohnung ausmistet, laut Feng-Shui- und Tao-Geomantie-Meisterin Danijela Šaponjiċ aus München ist eins besonders wichtig, nämlich sich nicht zu sehr unter Druck zu setzen und nicht zu streng mit sich zu sein. Sie rät, sich feste Entrümpel-Termine von höchstens vier Stunden am Stück einzuplanen und dabei eine möglichst gemütliche Atmosphäre zu schaffen: Musik, ausreichend Essen und Getränke und gegebenenfalls sogar Unterstützung von Freunden oder Familienmitgliedern, da zu zweit nahezu alles viel mehr Spaß macht. “Gehen Sie mit Freude ans Ausmisten – und hören Sie auf, wenn es am meisten Spaß macht. So erhalten Sie sich das positive Gefühl.” Aufräumberaterin Rita Schilke aus Berlin zu urteilen, sollte man dort in der Wohnung anfangen, wo die Unordnung am meisten stört, da hier als erstes die Motivation greift. Auch sie ist der Meinung, dass es am sinnvollsten ist, Stück für Stück vorzugehen.

Was passiert mit dem Aussortierten?

Geht man also schrittweise Schrankfächer oder Schubladen der Wohnung durch, so räumt man am besten alles erstmal heraus und teilt anschließend in idealerweise vier Gruppen ein: reparieren und ausbessern, spenden und verschenken, entsorgen und zu guter Letzt: unentschieden. Die Kategorie unentschieden sollte anschließend nochmals durchschaut werden. Schilke ist der Meinung, dass Gegenstände dieser Gruppe auch gerne mal für ein halbes Jahr auf den Dachboden in den Keller wandern dürfen. Hat man innerhalb dieser sechs Monate aber nichts benötigt, sollte man konsequent entsorgen. Außerdem ist es ratsam, sämtliche Duplikate auszusortieren. Beispielsweise Stifte oder andere Büroutensilien können auf ein Minimum reduziert werden, wenn man nur so viel behält, wie man tatsächlich in der Wohnung braucht. Anschließend können Dinge, die noch einen Wert besitzen verschenkt oder verkauft werden. Hierfür eignen sich am besten Flohmärkte oder Verkaufsportale im Internet.

Die Wohnung auszumisten kommt vielen wie ein Stein vor, den man immer vor sich herschiebt. Das befreiende Gefühl, wenn allerdings alles seinen Platz hat und man sich von seinem unnötigen Kram getrennt hat ist alle Mühen wert. Und mit Aussicht auf ein Taschengeld, das beim Verkauf von gut erhaltenen Dingen rausspringt, fällt es vielleicht nochmal viel leichter.

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