Autos mit alternativem Antrieb werden in Deutschland beliebter

Seit geraumer Zeit bemühen sich Hersteller um Alternativen zu herkömmlichen benzinbetriebenen Fahrzeugen. Dies wird zum einen dadurch begründet, dass durch die knapper werdenden Erdölvorräte immer höhere Spritkosten auf den Verbraucher warten. Ein viel wichtigeres Argument ist allerdings die Umwelt. Drohende Fahrverbote setzen nicht nur den Käufer unter Druck, auch Hersteller sehen sich gezwungen, mehr und mehr auf alternative Antriebe zu setzen.

Steigende Zahlen

Die Beliebtheit von PKWs mit alternativem Antrieb in Deutschland steigt. Der Deutschen Energie-Agentur (Dena) zufolge lag der Marktanteil alternativ betriebener Autos zwischen Januar und März dieses Jahr bei 4,7 Prozent, ab April stieg er auf ganze 5,3 Prozent an. Im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das ein erhebliches Wachstum, 2017 lag der Marktanteil von Autos mit alternativem Antrieb nämlich nur bei 2,8 Prozent aller PKWs. Die Nachfrage steigt also, deshalb müssen Hersteller dem Trend des alternativen Antriebs folgen und werden wortwörtlich von der Dena dazu aufgefordert.

Die beliebtesten Alternativen

Als beliebtes Fahrzeug mit alternativem Antrieb gilt das Elektroauto. Es besitzt weder eine Abgasanlage noch einen Tank und kann ganz einfach über das Stromnetz aufgeladen werden. Neben eben diesen Elektroautos erfreuen sich aber auch altbekannte Alternativen weiterhin an Beliebtheit. Seit rund 20 Jahren gilt Autogas (LPG) als Nischenprodukt und ist als Dauerbrenner der alternativen Antriebe bekannt. Erdgas ist zwar noch nicht flächendeckend in Deutschland vertreten, wird aber immer beliebter. Auch die 48-Volt-Benzin-Hybriden sind keine Neuheit. Da sie der Gefahr vorbeugen, nicht rechtzeitig eine Erd- oder Autogastankstelle zu finden und trotzdem umweltfreundlich sind, sind sie unter den alternativ betriebenen Autos sehr gefragt.

Maßnahmen der Politik

Alternative Antriebe bei Fahrzeugen liegen der Politik in Deutschland sehr am Herzen. Hohe Anschaffungspreise der neuen „grünen“ Fahrzeuge und wenig entsprechende Tankstellen werden scharf kritisiert. 2016 ergriff das Umweltministerium eine weitere wichtige Maßnahme und forderte die Abgabe von Fahrzeugen mit hohem Spritverbrauch und hohem CO2-Ausstoß. Im Mai 2016 trat außerdem eine Kaufprämie für Elektrofahrzeuge in Kraft. 4000 Euro gibt es für den Kauf eines neuen E-Autos, 3000 Euro beim Kauf eines Hybriden. Hier kommt die Hälfte der Fördergelder vom Staat, die andere Hälfte vom Hersteller. Diese Prämie wird zwar von Jahr zu Jahr häufiger genutzt, die Fördermittel für alternative Antriebe sind aber noch längst nicht erschöpft. Aus diesem Grund wird die Laufzeit der Kaufprämie, die ursprünglich 2019 zu Ende gehen sollte, verlängert.

Deutschland befindet sich also auf einem guten Weg, was den Umweltschutz betrifft. Fassen die Maßnahmen der Politik weiterhin Fuß, hat auch der Verbraucher die anfangs genannten Problematiken der Fahrverbote und steigenden Spritkosten nicht mehr zu befürchten.

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