Coffeeshops als Vorbilder für Bürogebäude

Nachhaltige Materialien beim Bau von Bürogebäuden sind schon längst selbstverständlich. Wo sich allerdings noch Raum nach oben finden lässt, ist auf dem Gebiet der technischen Möglichkeiten, die wir heute dank Smartphone und anderen Technologien genießen dürfen. Dass Büroimmobilien in dieser Hinsicht ausgerechnet von Coffeeshops lernen können, ist für viele verwunderlich, aber tatsächlich ein Fakt.

Vernetzung in Coffeeshops

Das Smartphone erleichterte vielen Menschen in den letzten Jahren den Alltag. Egal, ob man mal eben online etwas nachgeschlagen, über Face-Time mit Freunden auf aller Welt sprechen, oder einfach die Zeit im Wartezimmer überbrücken will: Das Smartphone hält, was es verspricht und die Technologien entwickeln sich stetig weiter. Mittlerweile ist es in London schon gar nicht mehr unüblich, mit dem Smartphone mal eben den Kaffee im Coffeeshop auf dem Weg ins Büro vorzubestellen. Die clevere Vernetzung ist bereits so vorangeschritten, dass der oder die Barista im Vorfeld weiß, wie genau der Kunde sein Heißgetränk am liebsten hätte und sogar wann er im Coffeeshop auftauchen wird. Und das ohne, dass dieser vorher eine Uhrzeit angegeben hätte- dank GPS-Tracking. Ist der Kunde dann also am Coffeeshop, so kann er seinen frisch zubereiteten Kaffee einfach mitnehmen, ohne in einer Schlange zu warten. Bezahlt hat er natürlich auch schon online im Vorfeld.

Umsetzung für Büroimmobilien

Die Gastronomie beginnt also bereits, die fortgeschrittenen Techniken für sich zu nutzen und davon zu profitieren. Im Vergleich zu den britischen Coffeeshops hinken Büroimmobilien mit ihrer Vernetzung allerdings deutlich hinterher. Immobilien-Blogger Ulrich Steinmetz zählt in seinem Artikel nur einige Szenarien auf, sollten Office-Immobilien ebenfalls beginnen, von der smarten Vernetzung Gebrauch zu machen. Der Gedanke, dass der Kunde auf dem Weg zum Meeting bereits via App die Schranke zum Parkplatz geöffnet und den Fahrstuhl geholt bekommt, klingt allzu reizvoll, ganz zu schweigen davon, dass Mitarbeiter sich quasi auf die Minute genau auf das Treffen mit dem Kunden vorbereiten können, hier ebenso wie beim Beispiel der Coffeeshops durch GPS-Tracking. Eine für alle Mitarbeiter zugängliche App könnte einiges an Zeit und Mühe sparen, da wichtige Informationen sofort und für jedermann in der Firma zugänglich wären.

Bislang klingen die Ideen aus Ulrich Steinmetzes Feder eher utopisch. Hält man sich allerdings die Möglichkeiten vor Augen, die wir schon heute dank smarten Technologien genießen, so scheint die Vernetzung für Bürogebäude gar nicht mal so unrealistisch. Entdeckt die Branche die Vorteile erstmal für sich und schöpft alle Möglichkeiten aus, so steht einem vernetzten Office eigentlich nichts mehr im Wege.

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