Digitalisierung in der Immobilienwelt

Der Begriff der Digitalisierung befindet sich derzeit in aller Munde. Viele schreckt er ab, doch das ist eigentlich ganz unbegründet. Die Digitalisierung beschreibt im Endeffekt eigentlich nur die Umwandlung analoger Daten in digitale Formate. Sie betrifft mittlerweile fast alle Lebens- und Arbeitsbereiche, und darunter auch die Immobilienwelt.

Was ändert sich durch die Digitalisierung

Unter den Begriff der Digitalisierung fällt unter anderem die Internetpräsenz. Ob Privatperson oder Unternehmen, so gut wie jeder ist heutzutage auf Social Media und Websites vertreten. Beim Surfen für Kunden schnell sichtbar zu werden spielt also eine große Rolle. Außerdem kristallisiert sich für die Arbeitswelt und damit auch die Immobilienwelt der klare Vorteil der Ortsunabhängigkeit heraus, man kann also von überall aus arbeiten- vorausgesetzt man hat einen Internetanschluss.

Wesentliche Vorteile

Knapp die Hälfte aller Unternehmen in der Immobilienwelt setzen inzwischen auf die Digitalisierung, die Transformation gilt als fester Bestandteil des Geschäftskonzepts. Firmen wollen ihre Marktposition durch den digitalen Wandel festigen und sich im Wettbewerb gegenüber der Konkurrenz behaupten. Außerdem verspricht die Digitalisierung eine schnelle Vergleichbarkeit von Ergebnissen für Kunden der Immobilienwelt, in den Punkten Preis, Größe und Lage können den Suchenden binnen Sekunden hunderte von Ergebnissen präsentiert werden. Doch nicht nur der Kunde profitiert. Beispielsweise Projektplaner können den Aufbau und Ablauf der Organisation direkt auf den Kunden ausrichten und 3D-Drucke in Planungsbüros als innovative Modelle nutzen. Durch solche gut anschaulichen Modelle werden Emotionen geweckt, ebenso wie beispielsweise mit Virtual Reality. Investoren können sich direkt in den neuen Wohnraum hineinversetzen. Und das spart Zeit.

Gefahren und Nachteile für die Immobilienwirtschaft

Investition bedeutet aber in der Immobilienwelt nicht zwangsläufig Umsatz, auch nicht bei der Digitalisierung. Bevor man sich also Hals über Kopf in die Technik stürzt, sollte auf jeden Fall das Verhältnis von Kosten und Nutzen im Gleichgewicht bleiben. Zudem muss erwähnt werden, dass natürlich nicht alle Tätigkeitsbereiche der Immobilienwelt gleich gut digitalisiert werden können. Während ein Makler sich also nur schnelle Kommunikation und bessere Vermarktung verspricht, würde für ein digitalisiertes Planungsbüro nahezu alles mit der Technik stehen oder fallen. Außerdem wird nicht nur in der Immobilienwelt zunehmend robotisiert, die menschliche Tätigkeit könnte also potenziell unwichtiger werden.

Beugt man diesen Gefahren allerdings vor, ist die Digitalisierung im Großen und Ganzen wie bei der industriellen Revolution im 19. Jahrhundert nur eine Welle des Umschwungs im Laufe der Zeit. Und werden rechtzeitig digitale Kompetenzen erworben und Bewusstsein dafür geschaffen, bleibt auch die Angst den technischen Umbruch zu verpassen, glücklicherweise unbegründet.

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