Gewerbeimmobilien sind gefragter denn je

Der Verkauf von Büros, Läden, Hotels und Lager-Immobilien lief 2018 so gut wie nie zuvor in Deutschland. Experten sprechen bei dem Transaktionsvolumen von erstmals über 60 Millionen Euro von einem neuen Allzeit-Hoch. Eine gute Konjunktur, niedrige Zinsen und steigende Mieten machten den Kauf von Immobilien für Gewerbe besonders attraktiv, wobei Büroimmobilien ganz besonders beliebt waren. Auch für das neue Jahr zeigen sich die hohen Tiere der Immobilienbranche zuversichtlich, wenn es um Raum für Gewerbe geht. Dank der aktuellen Zinslage soll die Nachfrage weiterhin hoch bleiben.

Büroimmobilien bleiben am beliebtesten

Besonders beliebt blieben 2018 die Büroimmobilien. Vor allem Frankfurt am Main profitierte davon, immerhin wechselten hier Immobilien mit einem Gesamtwert von 9,5 Milliarden Euro den Besitzer. Beispiel hierfür ist unter anderem der Omniturm, der für rund 700 Millionen Euro vom Projektentwickler Tishman Speyer an den Immobilienfonds Hausinvest der Commerz Real verkauft wurde oder das Bürohochhaus Trianon, das für 670 Millionen Euro an das südkoreanische Finanzkonsortium IGIS/Hana Financial Investment ging. Platz zwei der Immobilien für Gewerbe geht an den Einzelhandel, gefolgt von Logistikimmobilien, die vor allem vom stetig wachsenden Online-Handel profitieren.

Starke Nachfrage katapultiert Preise in die Höhe

Die starke Nachfrage nach derartigen Immobilien drückt aber natürlich die Preise in die Höhe, besonders, da Immobilien für Gewerbe zunehmend rar werden. Insbesondere Büro- und Logistikflächen werden knapp, weshalb Mieter höhere Nutzungsentgelte akzeptieren müssen. In sämtlichen Deutschen Innenstädten, vor allem aber in den sieben Metropolen Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Köln, Hamburg, München und Stuttgart versuchen Projektentwickler aus genau diesem Grund neue Flächen für Gewerbe zu schaffen. Ganze 400.000 Wohnungen müssten in Deutschland gebaut werden, um der Nachfrage gerecht zu werden, was allerdings an der Grundstückknappheit scheitert. Abgesehen davon, würde der Großteil für Wohnraum gebraucht werden, sowohl Wohnungsknappheit als auch steigende Mieten sind ja in Deutschland ein alt bekanntes Problem.

Wirft man einen Blick in die zahlreichen Statistiken des Internet-Statistikportals Statista, so wird dieses Problem deutlich unterstrichen. Behält man den Preisindex von Gewerbeimmobilien über die Jahre 2003 bis 2018 im Auge, so kann man die Kurve nur mit einem rapiden Wachstum bezeichnen. Von anfangs 98,7 über ein zwischenzeitliches Tief von 92,6 liegt dieser Index im Jahr 2018 nämlich bei 140,7.

Menü