Homesharing

Sharing is caring! Frei nach diesem berühmten englischen Sprichwort wird in Deutschland geteilt. Das Carsharing beispielsweise ist mittlerweile eine beliebte Methode. Und das, seit 1988 erstmals eine Organisation ins Leben gerufen wurde, die organisierte Mitfahrgelegenheiten in Deutschland unterstützt. Seither gibt es davon unzählige- und diese werden zahlreich genutzt. In Anbetracht der Tatsache, dass man sowohl als Fahrer als auch als Mitfahrer erheblich Geld spart und einen positiven Beitrag an die Umwelt leistet, ist das auch durchaus plausibel, von den vielen neuen Bekanntschaften, die bei den Fahrgemeinschaften gebildet werden ganz zu schweigen.

Doch seit einiger Zeit hebt sich die Bereitschaft zu teilen auf ein neues Level. Im Großen und Ganzen teilt man nämlich nicht mehr nur, sondern man überlässt auch. Und zwar die eigenen vier Wände. Der Trend heißt Homesharing.

Homesharing als Haushaltshilfe

Homesharing kann zum einen bedeuten, dass tatsächlich Leute als Untermieter zusammen mit den Hauptmietern zusammenleben. Diese Variante ist vor allem für körperlich benachteiligte Leute geeignet, die Hilfe im Haushalt benötigen, oder für Alleinerziehende, die ihren Babysitter quasi unters eigene Dach holen. Studenten oder Berufseinsteiger mit knappem Budget profitieren von dieser Variante der Untermiete, da sie durch das Anpacken im Haushalt preisgünstig wohnen können. Gerade deshalb ist diese Art von Homesharing in Universitätsstädten weit verbreitet.

Homesharing als Reisender

Unter Homesharing kann man aber auch das zeitweise Untervermieten seiner Wohnung oder seines Zimmers während der eigenen Abwesenheit verstehen. Sollte der „Homesharer“, also der Gastgeber beispielsweise für drei Monate ins Ausland reisen, zieht in dieser Zeit eine fremde Person ins eigene Heim und nutzt quasi alles, was zum Inventar gehört. Dies hat für den Homesharer erhebliche Vorteile. Zum einen gilt natürlich das Kennenlernen von Leuten aus aller Welt als schöner Bonus des Homesharing. Immerhin ist das eigene Zuhause etwas sehr Intimes und ein Teilen dessen verbindet. Aber auch der finanzielle Aspekt ist beim Homesharing erwähnenswert. Die laufenden Kosten werden vom Gast stellenweise übernommen, der Homesharer zahlt also nicht „umsonst“ Miete, Strom und Heizkosten. Für den Gast selbst ist das Übernehmen eben dieser Kosten allerdings in der Regel günstiger als in einem Hotel. Und auch das Gefühl, zuhause zu sein lässt sich natürlich mit einem anonymen Hotelzimmer von der Stange nicht vergleichen.

Die Rechtslage beim Homesharing

Wichtig für den Gastgeber ist allerdings die Absicherung. Des Weiteren sollte man sich unbedingt vor dem Homesharing informieren, ob in der Stadt ein Zweckentfremdungsverbot von Wohnraum gilt. Sollte dies dem Teilen von Wohnraum nicht im Wege stehen, ist der letzte Schritt natürlich die Absprache mit dem Vermieter, um sicherzugehen, dass man gegen keine Regeln verstößt. Auch die Nachbarn sollten vor dem Homesharing informiert werden. Denn wer will schon von wildfremden Leuten im eigenen Haus überrascht werden?

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