Immobilienpreise schießen durch die Decke

Wohin mit dem Ersparten? Diese Frage stellen sich viele. Eine mittlerweile sehr beliebte Antwort darauf ist die Investition in Immobilien. Sparbücher, Aktien und Fonds sind vielen zu unsicher, die eigene Immobilie gilt allerdings als stabile Altersvorsorge. Der Trend steigt, die Auswirkungen auf die Immobilienpreisentwicklung machen sich bereits bemerkbar.

Warum diese Immobilienpreisentwicklung?

Der Boom des Immobilienmarktes ist vor allem den niedrigen Zinsen zu verdanken. Die Nachfrage nach eigenem Wohnraum ist da, die Niedrigzinsphase sorgt für die Verwirklichung. Hält diese Phase allerdings weiterhin an, steigen auch fortlaufend die Preise. Makler freuen sich zwar einerseits, da Immobilien schneller vermarktet werden, andererseits werden die zu vergebenen Immobilien durch die hohe Nachfrage zunehmend rar. Es droht eine Immobilienblase. Der Online-Experte für Immobilien „Immowelt“ nahm die Immobilienpreisentwicklung in Deutschlands vierzehn größten Städten in den vergangenen Jahren unter die Lupe und stellt folgende Prognose. Bis 2020 steht ein Anstieg des Quadratmeterpreises um bis zu 22 Prozent bevor. Weitere Faktoren für die rasante Immobilienpreisentwicklung sind der Bevölkerungszuwachs, die Landflucht, die Arbeitslosenquote und das lokale Durchschnittseinkommen. Diese variieren jedoch von Stadt zu Stadt.

Unterschiede innerhalb Deutschlands

In über der Hälfte aller deutscher Landkreise stieg der Quadratmeterpreis im Vergleich zum Vorjahr an. Je nach Nähe zur nächsten Großstadt, verfügbaren Arbeitsplätzen und Wirtschaftskraft fällt die Immobilienpreisentwicklung unterschiedlich stark aus. Im Süden Deutschlands steigen die Preise am stärksten an, im Osten am wenigsten, wobei das für die Bundeshauptstadt Berlin nicht gilt. Die Immobilienpreisentwicklung ist hier am fünfthöchsten in Deutschland, da die Startup-Metropole Unternehmer aus aller Welt anzieht. Allgemein lässt sich sagen, dass die Preise in Regionen mit Bevölkerungsschwund fallen. Beispiele hierfür sind das Frankfurter Umland, sowie die Thüringer Landkreise Nordhausen, Altenburger Land und der Saale-Orla-Kreis. Ferienhäuser sind übrigens der Grund, warum ländliche Gegenden nicht unbedingt von der Immobilienpreisentwicklung verschont bleiben. Wer das Startkapital hat, kauft und vermietet. Und das eben auch an Urlauber.

Exkurs ins Ausland

Trotz dem Immobilien-Boom ist das Wohnen in Deutschlands wohlhabenden Städten im internationalen Vergleich relativ günstig. Das hat die Ursache, dass in verschiedenen Ländern der Stundenlohn stark variiert und man somit in einigen Metropolen länger für seine Miete arbeitet als beispielsweise bei uns. Die Immobilienpreisentwicklung in Deutschlands teuersten Großstädten lässt sich vergleichen mit Barcelona, Wien oder Paris. Deutlich teurer wohnt man allerdings in London Singapur und New York. Die Prozentzahl der Miete am monatlichen Einkommen ist hier ungefähr doppelt so hoch und lässt sich somit mit dem Niveau von Entwicklungsländern vergleichen.

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