Kaution, Miete, Möbel: Kosten für Erstsemester

Jedes Wintersemester drängen zahlreiche angehende Studenten und Studentinnen in Deutschlands Universitätsstädte. Mit dem neuen Lebensabschnitt warten aber neben vielen tollen Erfahrungen auch Problematiken auf die Erstsemester. Die schwerste Hürde: die Finanzen.

Die Miete

Den größten Teil der Kosten macht die Miete selbst aus. In Metropolen wie München, Hamburg oder Berlin zahlt man schon für Einzimmerwohnungen mehr als 400 Euro im Monat. Als Erstsemester, der von Bafög oder dem Unterhalt der Eltern abhängig ist, sind diese Kosten enorm. Deshalb gilt die Wahl der Universitätsstadt als sehr genau zu durchdenken. Man sollte vorher kalkulieren, ob man sich das Leben in der gewünschten Stadt überhaupt leisten kann. Hand in Hand mit der Miete gehen beim Einzug die Kosten für die Kaution. Diese beträgt in der Regel drei Monats-Kaltmieten. Ist also die Miete hoch, ist die Kaution noch viel höher und benötigt ein Startkapital, das viele Erstsemester nicht haben.

Die Ausstattung

Mit der Miete und der Kaution sind aber längst noch nicht alle Kosten abgedeckt, die Wohnung muss nämlich erstmal eingerichtet werden. Als Erstsemester, der in ein WG-Zimmer oder eine möblierte Wohnung zieht hat man in diesem Fall den Glücksgriff gemacht. Ist die Wohnung allerdings leer, stehen einem nochmals erhebliche Ausgaben bevor. Ist beispielsweise keine Einbauküche vorhanden zahlt man selbst für ein günstiges Kompaktmodell samt Einrichtung mindestens 550 Euro, von weiteren Elektrogeräten wie einer Waschmaschine ganz zu schweigen. Hat man als Erstsemester nicht die Möglichkeit bei den Eltern zu waschen oder einen Waschsalon aufzusuchen wird von Experten dringend geraten, online die Preise zu vergleichen. Dies kann zwar einiges an Zeit kosten, spart aber in der Regel auch enorm die Ausgaben ein. Auch außerhalb der Küche hat man die Möglichkeit günstiger Möbel und Gebrauchsgegenstände zu erstatten als im Einrichtungshaus. Die zahlreichen Tausch- und Gebrauchtwarenplattformen sind für Erstsemester Gold wert.

Laut Immowelt erwarten Erstsemester in der teuersten Studentenstadt München bis zu 5.720 Euro im ersten Monat. Bei diesen Zahlen ist es kein Wunder, dass immer mehr Abiturienten erstmal ein so genanntes Gap-Year einlegen, um sich zwischen dem Abschluss und dem Start ins Hochschulleben einen Puffer zu erarbeiten. Beginnt man allerdings frühzeitig mit der Suche und dem Preisevergleichen, so gibt es keinen Grund zu verzagen.

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