Markt für Hotelimmobilien boomt weiter

Der Tourismus boomt, und mit ihm der deutsche Markt für Hotelimmobilien. Hotelverkäufe und -investments legen in Deutschland einen steilen Zahn zu, vor allem abseits der begehrten und teuren Top-Standorte. Das Investmentvolumen umfasst über vier Millionen Euro und das nun schon seit einigen Jahren in Folge. Deutschlands Hotelbranche drängte sich nach den Brexit-Diskussionen 2017 mit den zahlreichen Hotelverkäufen erstmals auf Platz eins in Europa und zieht damit an Großbritannien vorbei. In diesem Jahr lief Deutschland damit wohl gegen den europaweiten Trend, da im ersten Quartal 2017 ein Rückgang der Hotelverkäufe um ganze 14 Prozent zum Vorjahreszentrum in gesamt Europa vermerkt wurde.

B-Standorte werden für Investoren interessanter

2017 fielen laut Colliers International von den insgesamt 4,2 Millionen Euro, die bei Hotelverkäufen investiert wurden ganze 75 Prozent auf die acht wichtigsten Hotelstandorte in Deutschland: Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Köln, Leipzig, München und Stuttgart. Die stetig steigende Nachfrage nach Hotelimmobilien zieht natürlich eine Schattenseite mit sich: Den Engpass auf der Angebot-Seite. Natürlich betrifft dieser Engpass zuerst die Top-Lagen für Hotels, unter anderem eben die acht wichtigsten Hotelstandorte. Gerade deshalb sind Hotelkäufe in sogenannten B-Städten auf dem Vormarsch. Beispiele hierfür sind Aachen oder Ulm. Investoren, die Aachen als Standort wählten, begründeten ihre Wahl mit der unmittelbaren Nähe zu den Nachbarstaaten Belgien und der Niederlande, sowie mit der Universität, dem Kongresszentrum und einigen angesiedelten Firmen. Hotelverkäufe in Ulm ziehen ebenfalls den Vorteil einer erfolgreichen und geschätzten Universität mit sich, ebenso wie die Nachbarschaft zu Neu-Ulm mit einer dort angesiedelten Hochschule und diversen bekannten Firmen, sowie der neuen ICE-Strecke nach Stuttgart.

Was sind die Gründe?

Hand in Hand mit den steigenden Hotelverkäufen geht natürlich der Boom in der Tourismusbranche. Nachhaltiger Tourismus, solide wirtschaftliche Verhältnisse, sowie eine Zunahme an jungen Touristen durch Firmen wie Flixbus oder Ryanair und vermehrt Touristen aus Schwellenländern kurbeln die globale Reisefreude gewaltig an. Dass in einigen Städten ein so rapides Wachstum an Tourismus zu erkennen ist, macht ein Investment in der Hotelbranche natürlich auch für Investoren interessant, die vorher in anderen Branchen unterwegs waren, immerhin verzeichnen Städte wie Berlin, Paris, Rom oder Honkong einen zweistelligen Preiszuwachs je verfügbarem Zimmer. Besonders interessante Standorte für Hotelverkäufe sind die USA, Großbritannien, Spanien und eben auch Deutschland, was durch den aktiven Tourismus nur untermauert wird.

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