Mikrowohnen

Der herrschende Platzmangel in Großstädten ist kein Geheimnis, ebenso wenig wie der immer teurer werdende Wohnraum. Die Mieten gehen konstant nach oben, was die ohnehin schon mangelnde Auswahl einer passenden Immobilie konstant erschwert. Entgegen dieser Problematiken entwickelt sich allerdings ein neuer Trend in der Immobilienbranche: Das Mikrowohnen. Das Herstellen von funktionalem und hochwertigem Wohnraum auf geringer Quadratmeterzahl ist nämlich sowohl im Interesse der Städteplanung, als auch ein enormer finanzieller Vorteil für alle Parteien, immerhin wird beim Mikrowohnen das Maximum an Funktion aus einer Fläche herausgeholt, und so viele Menschen wie möglich finden auf kleinstem Raum Platz.

 

Worum geht es beim Mikrowohnen?

Nahezu die Hälfte in Deutschlands Hauptstadt Berlin besteht aus Single-Haushalten, überraschenderweise sind allerdings die wenigsten Wohnungen darauf ausgelegt. Beim Mikrowohnen gibt es wenig Leerfläche, wie etwa Flure, das Konzept umfasst in der Regel lediglich einen Wohn- und Schlafraum, ein kleines Badezimmer mit Dusche und eine Kochnische. Auch platzsparende Grundbestandteile wie Schiebetüren und flexible Elemente, die zu mehreren Zwecken dienen werden gekonnt eingesetzt. Hier wird beispielsweise ein Bett zur Couch und gleichzeitig zum Tisch, wobei die Rückwand Ablagefläche durch ein integriertes Regal liefert. Kleine Wohnungen gab es schon immer. Beim Mikrowohnen steht allerdings die qualitative Hochwertigkeit der Einrichtung im Mittelpunkt und Einrichtungsexperten setzen auf umweltfreundliche Materialien.#

Welche Reize bietet Mikrowohnen?

Das wichtigste Argument, das für das Mikrowohnen spricht, ist die urbane Nähe. Mirkowohner profitieren von kurzen Wegen, ausreichend Zugriff auf die zahlreichen Freizeitangebote in der Stadt, eine intakte Infrastruktur, sowie gute Verkehrsanbindungen. Diese Faktoren sind vor allem für Studenten, aber auch für Voll- oder Teilzeitbeschäftigte interessant, die bei ihrem Job eine hohe Flexibilität mitbringen müssen. Man ist innerhalb kürzester Zeit im Büro oder in der Uni, kann auf dem direkten Nachhauseweg beim Supermarkt vorbeischauen und trifft sich abends mit seinen Freunden in der Bar um die Ecke. Das Mikrowohnen spricht also auch für den sozialen, sowie den mobilen Aspekt: Die Leute sind öfter unterwegs.

Wer profitiert?

Da es in den zentralen Ecken der Städte allerdings kaum bezahlbare Fläche gibt, reaktivieren Investoren Altbauten, Büroimmobilien oder Kasernen. Für besagte Investoren ist das Mikrowohnen allerdings besonders interessant und das nicht zuletzt aufgrund eines entscheidenden Faktors: der Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum. Sowohl als Investor als auch als Wohnungssuchender ist man mit seinen Anliegen durch den Trend des Mikrowohnens also auf vielen Ebenen bestens bedient.

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