Regenerative Energien werden erschwinglich

Regenerative Energien werden erschwinglich

Regenerative Energien erfreuen sich in Deutschland immer mehr an Wichtigkeit, Organisationen sprechen sogar von einer Revolution. Im Sektor des Stromverbrauchs stiegen sie im Jahr 2017 im Vergleich zum Vorjahr um ungefähr 4% auf insgesamt 36% des Bruttostromverbrauchs an. Unter regenerativen Energien versteht man Energie aus Quellen, die sich nicht verbrauchen, sondern erneuerbar und somit kontinuierlich verfügbar sind, wie Wasserkraft, Wind- und Sonnenenergie, Biomasse und Erdwärme. Nach dem Ausstieg aus der Atomenergienutzung 2011, der auf die Atomkatastrophe in Japan zurückgeht, galten regenerative Energien 2014 erstmals als wichtigster Energieträger Deutschlands.

Studie belegt

Bisher galten regenerative Energien als teuer, eine Studie von Greenpeace Energy belegt allerdings das Gegenteil. Laut eben dieser Studie kostet eine Kilowattstunde Windstrom aus neuen regenerativen Energieanlagen zwischen 5 und 9 Cent. Der Preis pro Kilowattstunde für fossile Brennstoffe ist um einiges höher. Braun- und Steinkohle variieren zwischen 13 und 17 Cent und die Atomkraft sogar zwischen 18,5 und 50 Cent. Fakt ist, dass knapp 20 Milliarden Euro im Jahr in den Ausbau regenerativer Energien investiert werden. Laut dem „Erneuerbare Energien Gesetz“ (EEG) werden diese Kosten vom Verbraucher getragen. Die Kosten von Atom- und Kohlestrom verstecken sich hinter Subventionen und finanziellen Vergünstigungen, in den Jahren 2014 und 2015 lagen besagte Kosten allerdings bei 40 Milliarden Euro pro Jahr. Auch diese Kosten fallen auf den Verbraucher, allerdings nicht als Investition, sondern eher für die Endlagerung von Atommüll und ähnliche laufenden Kosten. Unterm Strich sind regenerative Energien also günstiger als fossile Brennstoffe. Schätzungen zufolge wären sie auch schon längst wettbewerbsfähig, würde bei Statistiken und Veröffentlichungen seitens konventioneller Energieträger mit offenen Karten gespielt werden.

Die Konkurrenz schläft nicht

Als Hauptgrund für das Sinken der Preise der regenerativen Energien gilt der hohe Wettbewerb innerhalb der Industrie, vor allem beim Bau von neuen Windparks. 2017 beschloss die Bundesregierung, dass der Zuschuss an den Wettbewerber geht, der die niedrigste Subvention fordert. In diesem Fall kamen hauptsächlich Bürgerenergiegesellschaften aus Ostdeutschland zum Zug. Bürgergesellschaften werden laut offizieller Mitteilung in Ausschreibungen bevorzugt, um sie stärker an der Energiewende teilhaben zu lassen, sie bekommen deshalb auch mehr Zeit für die Umsetzung ihrer Projekte zugesagt.

Die Wichtigkeit regenerativer Energien nimmt also weiter zu. Und mit dem stetigen Sinken der Preise werden sie auch immer erschwinglicher.

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