Siemensstadt 2.0: Wohnen, Arbeiten und Freizeit in einem

Auf 5,6 Quadratkilometern befindet sich die Siemensstadt im Berliner Bezirk Spandau. Sie entstand durch die Neuansiedelung der Werke von Siemens & Halske und deren Tochtergesellschaft Siemens-Schuckert mit ihren zugehörigen modernen Werkssiedlungen auf den Nonnenwiesen. Jetzt soll hier mit der Siemensstadt 2.0 ein Campus für Forschung und Innovation entstehen. Das Budget hierfür soll bis zu 600 Millionen Euro betragen.

Siemens bleibt dem traditionellen Standort treu

Die Siemensstadt 2.0 ist das bislang größte Entwicklungsprojekt in der Geschichte von Siemens. Auf dem bereits existierenden Gelände in Berlin-Spandau soll nun erweitert ein neuer Technologiepark mit zahlreichen neuen Wohnungen entstehen und einen traditionsreichen Standort neu beleben. Als Forschungsschwerpunkte wurden bei der Planung vor allem Energiesysteme, Elektromobilität, Industrie 4.0, 3D-Druck, das Internet der Dinge, Künstliche Intelligenz und Datenanalyse genannt. Überlegungen, das Projekt ins Ausland zu verlegen wurden verworfen. Siemens-Chef Joe Kaeser spricht bei der Präsentation der neuen Siemensstadt nämlich davon, dass Berlin als Metropole für Start-Ups galt, lange bevor das Silicon Valley in der südlichen San Francisco Bay Area im US-amerikanischen Kalifornien nachzog und stützt somit die Pfeiler seines Millionen-Projekts.

Siemensstadt schafft Wohnraum und Sozialwohnungen

Auf etwa 70 Hektar soll eben dieses Projekt der „neuen Lebens- und Arbeitswelt“ umgesetzt werden. Davon sind 200.000 Quadratmeter für Wohnungen gedacht, wiederum 30 Prozent dieser Wohnungen sollen Sozialwohnungen werden. Die Siemensstadt 2.0 soll „in urbanem Gebiet Wohnen, Arbeiten und Freizeit möglich machen“, laut Kaeser müsse die Zukunft der Arbeit neu überdacht werden. Bis zu 600 Millionen Euro will Siemens in dieses Projekt investieren, bis 2030 soll die Vereinigung von Arbeits- und Lebenswelt fertiggestellt werden, wobei die ersten der insgesamt rund 3000 Wohnungen schon innerhalb der nächsten fünf bis sieben Jahre bezugsfertig gemacht werden sollen. Neben dem offensichtlichen Vorteil der Wohnungsneubauten und der Umwandlung einiger dieser in Sozialwohnungen, bringt die Siemensstadt 2.0 aber auch andere Vorzüge mit sich. Siemens forderte im Herbst vergangenen Jahres nämlich eine verbesserte Infrastruktur im Zuge der Projektplanung, wovon wohl alle Berliner profitieren.

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