Sinkende Einspeisevergütung für Photovoltaik

Bereits in den letzten Monaten ließ sich die sinkende Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen erkennen. Unter Einspeisevergütung versteht man im Großen und Ganzen die Vergütung, die einem durch den Netzbetreiber zusteht, wenn man die aus Solaranlagen gewonnene Energie ins öffentliche Stromnetz einspeichert. Im November 2018 waren dies 11,71 Cent pro Kilowattstunde, im darauffolgenden Monat nur 11,59 Cent. Für den Januar 2019 wiederum sind es 11,47 Cent pro Kilowattstunde, ein konstantes Sinken lässt sich also beobachten.

Berechnung der Einspeisevergütung

Wie hoch die Einspeisevergütung letzten Endes im Monat ist, orientiert sich an den vergangenen sechs Monaten, der auf ein Jahr hochgerechnet wird. Die Höhe der Einspeisevergütung hängt also zum einen vom Zeitpunkt der erstmaligen Inbetriebnahme ab, zum anderen von der Größe der Anlage. Wie hoch die Vergütung letzten Endes ausfällt, lässt sich über die zahllosen Rechner im Netz überschlagen. Ab der Inbetriebnahme bleibt der Betrag allerdings für 20 Jahre gleich, unabhängig von allen Änderungen oder Absenkungen der Einspeisevergütung in den vergangenen Jahrzehnten.

Einspeisevergütung zum Markt-Anreiz

Die Einspeisevergütung für Photovoltaik soll natürlich in erster Linie dazu dienen, Solaranlagen sowohl für den Eigenbedarf als auch für die Einspeisung ans öffentliche Stromnetz attraktiv zu machen. Sie gilt als Reklameschild dafür, Photovoltaikanlagen zu installieren und gleichzeitig sollen Hersteller durch die Einspeisevergütung Anreize bekommen, stetig effizientere und preisgünstigere Anlagen zu produzieren. Dass dieses Markt-Anreiz-Programm einen sehr großen Erfolg mit sich bringt, ließ sich bereits im Vergleich zwischen den Jahren 1998 und 2013 erkennen. Da regenerativ erzeugter Strom mittlerweile allerdings ohnehin eine lukrative Alternative zu fossilen Brennstoffen darstellt, ist eine steigende Einspeisevergütung nicht mehr notwendig, weshalb die Höhe der Vergütung weiterhin- wenn auch nur leicht- fällt.

Einspeisevergütung und die Wirtschaft

Da sowohl Privatpersonen als auch Energiegenossenschaften aber durch die fallende Energiespeisevergütung eine wichtige Kalkulationsgrundlage verloren geht, ist die Senkung der Vergütung im Hinterkopf zu behalten, sollte man planen, eine Solaranlage in Betrieb zu nehmen. Natürlich ist einzusehen, dass durch sinkende Vergütungen weniger Einnahmen insgesamt erzielt werden. Unter der Bedingung, dass die Anschaffungskosten konstant bleiben senkt das die Rendite. Der Punkt, der sich aber viel entscheidender auf die Rendite auswirkt, ist der Anteil des Direktverbrauchs, also der Anteil an Strom, der nicht in das öffentliche Netz eingespeist wird. Da mittlerweile gegenüber fossiler Energieversorgung regenerative Energien durchaus rentabel sind, ist der Direktverbrauch natürlich ziemlich hoch. Die Rendite sinkt und erklärt wiederum aus wirtschaftlicher Sicht das Sinken der Einspeisevergütung.

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