So teuer sind die Immobilien in Deutschlands Wintersportregionen

Für Ski- und Snowboardfahrer klingt es natürlich einfach nur traumhaft, sich direkt im Skigebiet in die eigenen vier Wände zurückziehen zu können. Da die in der Regel touristisch erschlossenen Wintersportregionen allerdings wahnsinnig beliebt und gerade in der Skisaison sehr überlaufen sind, müssen Kaufinteressenten oft tief in die Tasche greifen.

Skigebiet Miesbach ist am teuersten

Wie sich aus einer Marktanalyse des Internetgiganten Immowelt herauslesen lässt, sind Immobilien im Landkreis Miesbach mit einem Quadratmeterpreis von 5.660 Euro im Median am kostspieligsten. Die hohen Preise sind in erster Linie mit der direkten Nähe des Skigebiets zu München in Verbindung zu bringen. Von der Landeshauptstadt in die Kreisstadt braucht man immerhin nur 45 Minuten mit dem Auto bei guten Verkehrsverhältnissen. Allerdings beeinflusst auch die Nähe zu den Touristenhotspots Tegernsee und Schliersee die Immobilienpreise im Skigebiet Miesbach, ebenso wie der Starnberger See nahe München. Entscheidet man sich hier für eine Immobilie, muss zwar mehr bezahlt werden, allerdings profitiert man das ganze Jahr über von den schönsten Plätzen Süddeutschlands in unmittelbarer Nähe zu den eigenen vier Wänden. Platz zwei auf der Preisrangliste belegt der Landkreis Garmisch-Patenkirchen. Hier zahlt man zwar ganze 1.500 Euro weniger pro Quadratmeter im Median als in Miesbach, allerdings sind die Immobilienpreise in der Gemeinde Garmisch-Patenkirchen um einiges höher als im restlichen Landkreis.

Beliebt ist nicht gleich teuer!

Die Marktanalyse belegt allerdings auch: so teuer muss es nicht sein. Der Landkreis Oberallgäu zum Beispiel zählt mit über sechs Millionen Übernachtungen 2017 als der beliebteste in den verglichenen Skigebieten. Die Preise für die Immobilien sind unter Betracht dieser Tatsache überraschend niedrig, hier zahlt man einen Quadratmeterpreis von lediglich 2.860 Euro im Median. Ähnliches gilt für die Landkreise Traunstein und Ostallgäu. In beiden Landkreisen liegen die Preise für den Quadratmeter im Meridian bei unter 3.000 Euro.

Geheimtipp Mitteldeutschland

Die Bayrischen Alpen haben zwar vielleicht Tradition und Kultfaktor was Skigebiete betrifft, sind aber natürlich bei weitem nicht die einzigen Orte, um der Liebe für Wintersport freien Lauf zu lassen. Die Skigebiete in Mitteldeutschland sind mittlerweile genauso beliebt wie viele im Süden Deutschlands, die Immobilienpreise hier sind allerdings mit einem riesen Abstand geringer. In den verglichenen Landkreisen geht der Landkreis Goslar in Niedersachsen als der günstigste hervor, hier zahlt man nur 790 Euro pro Quadratmeter im Meridian. Doch auch die Skigebiete im Landkreis Waldeck-Frankenberg in Hessen und im Hochsauerlandkreis in Nordrein-Westfahlen erfreuen sich an starker Beliebtheit und an geringen Kosten. In beiden Landkreisen kostet der Quadratmeter im Median knapp unter tausend Euro. Ist man also nicht bereit, tiefer in die Tasche zu greifen und möchte trotzdem von der Couch direkt auf die Piste, lassen sich zum eher teuren Süddeutschland hier günstigere Skigebiete finden.

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