So teuer sind Europas Hauptstädte

Stetig steigende Mieten sind seit geraumer Zeit Teil des Leidwesens der Deutschen. Doch tatsächlich findet sich dieses Problem nicht nur in unserem Heimatsland. In den meisten Hauptstädten Europas werden die Einwohner von hohen Mieten und noch höheren Wohnungspreisen geplagt. Natürlich muss die monatliche Miete jeweils zusammen mit den Einkommen der Bewohner und den durchschnittlichen Lebenskosten verrechnet werden, um genau sagen zu können, wie teuer eine Stadt tatsächlich ist, allerdings sprechen die blanken Zahlen der Miete in der Regel für sich.

Mieten in Paris ist am teuersten

„Statista“ stellte für 2018 ein Ranking der vierzehn europäischen Hauptstädte zusammen, in denen man am meisten Miete bezahlt. Hierfür wurden Preise aus drei verschiedenen Standard-Appartements zusammengerechnet, um einen realistischen Durchschnitt zu ermitteln. Laut Statista ist die französische Hauptstadt Paris unangefochten am teuersten. Hier zahlt man durchschnittlich stolze 2.535 Euro im Monat. Hat man also vor ins wunderschöne Paris zu ziehen, so erwarten einen nicht nur Kulturreichtum, kulinarische Besonderheiten und zahlreiche Sehenswürdigkeiten, sondern auch hohe Fixkosten für die Wohnung.

Die vierzehn Städte mit den höchsten Mieten

Platz zwei und drei belegen London mit durchschnittlich 2.263 Euro monatlich und die Hauptstadt Luxemburg im gleichnamigen Ministaat mit 2.203 Euro Miete im Monat. Außerdem finden die Städte Dublin, Helsinki, Oslo, Kopenhagen, Amsterdam, Stockholm, Moskau, Brüssel und Rom in genannter Reihenfolge ihren Platz im Ranking. Schlusslichter bilden Madrid mit einer durchschnittlichen Miete von 1.112 Euro und Wien mit 1.105 Euro monatlich. Klar zu erkennen ist, dass die skandinavischen Hauptstädte zu den teuersten zählen, während osteuropäische Städte gar nicht im Ranking auftauchen. Auch die deutsche Hauptstadt Berlin zählt also tatsächlich nicht zu den vierzehn teuersten Städten Europas.

Exkurs ins bayrische München

Da die bayrische Landeshauptstadt München natürlich nicht als Hauptstadt eines Staates gezählt werden kann, kommt sie trotz ihren allseits bekannten hohen Mieten nicht im Ranking vor. Da eine Wohnung in München mit 60 Quadratmetern durchschnittlich 1.129 Euro kalt kostet, hätte sie sich wohl irgendwo zwischen Rom und Madrid eingefunden. Dies kann allerdings nur grob vermutet werden, da keine Angaben zur Größe der Wohnungen gefunden werden konnten, mit denen Statista die verschiedenen Hauptstädte untereinander verglich. Da München sich allerdings trotzdem auf den unteren Plätzen eingereiht hätte, kann unterm Strich behauptet werden, dass Deutschland vergleichsweise günstig ist.

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