Vermieterschutz – Was Vermieter wissen sollten

Der Großteil der deutschen Bevölkerung lebt in einem Mietverhältnis. Dabei ist es natürlich sowohl als Mieter als auch als Vermieter wichtig, rechtlich gut abgesichert und über seine Rechte aufgeklärt zu sein. Die Gesetzgebung formuliert sogar einen Vermieterschutz, in dem die wichtigsten Rechte und Pflichten festgehalten werden.

Zahlungsverzug oder Mietausfall

Einer der wichtigsten Punkte im Vermieterschutz ist das Recht auf fristlose Kündigung bei Zahlungsverzug oder Mietausfall. Hier müssen allerdings einige Aspekte beachtet werden. Zahlt der Mieter die Miete nur teilweise oder sogar überhaupt nicht, so darf der Vermieter ihn laut Vermieterschutz kündigen, sollte der Verzug mindestens zwei Monate zurückgehen. In diesem Fall ist auch keine Abmahnung seitens des Vermieters nötig. Laut Vermieterschutz darf auch gekündigt werden, wenn der Mieter regelmäßig unpünktlich die Miete bezahlt, beispielsweise immer wieder erst zwei Wochen nach dem vereinbarten Zeitpunkt, allerdings muss hier vorher eine Abmahnung erfolgen. Vermietern wird empfohlen, die Bonität des Mieters vor Abschließen des Mietvertrages zu prüfen, um sich vor Mietnomaden zu schützen.

Vermieterschutz bei vertragsverletzender Nutzung

Die Zweckentfremdung einer Mietsache durch den Mieter ist sofern nicht anders im Mietvertrag vereinbart strengstens untersagt. Beispielsweise bei unerlaubter Untervermietung tritt der Vermieterschutz in Kraft. Ist bereits eine Abmahnung durch den Vermieter erfolgt, auf die nicht von Mieter eingegangen wurde, so hat der Vermieter das Recht, das Mietverhältnis fristlos zu kündigen, allerdings muss hier unterschieden werden, ob der Mieter ein berechtigtes Interesse an einer Untervermietung hat, etwa wenn er Familienmitglieder bei sich aufnimmt. Ein weiteres Beispiel für vertragsverletzende Nutzung ist laut Vermieterschutz die unautorisierte gewerbliche Nutzung des Wohnraumes, vor allem wenn Dritte durch Lärmbelästigung oder erhöhtes Publikumsaufkommen Schaden davontragen.

Eigenbedarf und Verletzen der Sorgfaltspflicht

Natürlich gibt es noch viele andere Rechte von Vermietern, die durch den Vermieterschutz gestärkt werden. Ein Beispiel ist die Anmeldung von Eigenbedarf. Der Vermieter darf jederzeit Eigenbedarf für seine Mietsache anmelden, allerdings muss er bis Ablauf der Kündigungsfrist eine freie, vergleichbare Wohnung für den Mieter anbieten. Auch wenn die Sorgfaltspflicht des Mieters gegenüber der Mietsache verletzt wird, oder er die Mietsache sogar mutwillig beschädigt, hat der Vermieter ein Recht auf fristlose Kündigung. Beispielsweise bei Schädigung der Bausubstanz durch starke Verwahrlosung oder unerlaubtes Einreißen von Wänden tritt der Vermieterschutz in Kraft. Allerdings muss hier eine rechtmäßige Besichtigung erfolgen, die nur nach frühzeitiger Anmeldung erfolgen darf.

Die hier angeführten Rechte eines Vermieters werden natürlich um viele weitere ergänzt. Als Vermieter ist es also wichtig, sich mit dem Vermieterschutz frühzeitig vertraut zu machen und sich über die Grenzen zu informieren, die in diesem Rahmen gelten, um sich nicht selbst strafbar zu machen.

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