Wohngipfel: Mehr Wohngeld, weniger Maklerkosten

Der Mangel von unbezahlbaren Immobilien wird vor allem in Deutschlands Ballungsräumen immer gravierender. Der Wohngipfel, der am 21. September 2018 im Bundeskanzleramt in Berlin stattfand, beschäftigte sich mit den verschiedenen Problematiken. Ganz oben auf der Liste: mehr Wohngeld.

Grundsteuerreform, Maklerkosten

Auch die jahrelang umstrittene Grundsteuer wurde beim Wohngipfel diskutiert. Nachdem ihre Einheitswerte im April 2018 als verfassungswidrig erklärt wurden, sollen Bund und Länder nun gemeinsam an einer Reform arbeiten. Die GroKo wurde sich des Weiteren darüber einig Maklerkosten erheblich zu senken, wenn selbstgenutzter Wohnraum erworben wird.

Sozialwohnungsbau, vereinfachte Baugenehmigung

Außerdem stellt der Bund den Ländern insgesamt mindestens fünf Millionen Euro für den Bau von Sozialwohnungen zur Verfügung. Bis 2021 sollen über 100.000 neue Sozialwohnungen gebaut werden. Ein weiteres, bereits oft diskutiertes Thema ist auch beim Wohngipfel die Vereinfachung von Baugenehmigungen. Nach dem Stichwort der Typengenehmigung soll serielles Bauen schneller genehmigt werden, was weniger Zeitaufwand und weniger Kosten beim Bau bedeutet. Im Anschluss sollen auch Mieter weniger bezahlen.

Wohngeld

Außerdem wurde beim Wohngipfel beschlossen, dass allgemein mehr Bau- und Wohngeld vergeben werden soll. Ein Stichwort ist hier das Baukindergeld. Staatliche Zuschüsse sollen Familien unter die Arme greifen, wenn sie zum ersten Mal Wohneigentum erwerben. Hierfür sollen die ersten zehn Jahre lang 1.200 Euro pro Kind gezahlt werden. Auch der Umbau zu altersgerechten Immobilien soll laut Wohngipfel in Zukunft besonders unterstützt werden. Unabhängig von Alter und Einkommen können Zuschüsse beantragt werden, um ihren Wohnraum altersgerecht, also unter anderem zum Beispiel barrierefrei zu gestalten. Auch eine Wohngeldreform wurde beredet. Unter Wohngeld versteht man Zuschüsse für die Miete bei Menschen mit geringem Einkommen. Bisher bezogen etwa 600.000 Haushalte Wohngeld, bis zum 01. Januar 2020, sollen die Zuschüsse nicht nur steigen, das Wohngeld soll auch von mehr Menschen beansprucht werden können.

Ob also Wohngeld oder geringere Maklerkosten, die Probleme in Deutschlands Immobilienwirtschaft liegen der Politik am Herzen. Das aus dem Wohngipfel entstandene Maßnahmenpaket soll mit den hier erwähnten und noch einigen weiteren Maßnahmen den Wohnungsmarkt entspannen und für nachhaltige Wohnraumversorgung in Städten und Regionen sorgen.

 

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