Youth Hostels: So wurde in den letzten Jahren aufgerüstet

Kurztrips in verschiedene europäische Städte sind bei jungen Leuten so beliebt wie nie. Das ist kein Wunder. Immerhin ist es möglich, die Städtetrips so günstig zu halten wie nie zuvor. Zum einen dank Flixbus und Billigflügen, zum anderen Dank Youth Hostels, die in den letzten Jahren unheimlich aufgerüstet haben.

Dorm-Rooms und günstige Preise

Der Unterschied zwischen herkömmlichen Hotels und Youth Hostels lässt sich vor allem am Preis der Übernachtungen feststellen. In Berlin wird man ab zehn Euro pro Übernachtung fündig, im spanischen Barcelona ab zwölf Euro, in Prag sogar schon ab sechs Euro für eine Nacht. Der Komfort eines eigenen Zimmers ist dabei nicht entscheidend, immerhin ist man auf den Kurztrips nahezu den ganzen Tag auf den Beinen, um möglichst viel vom Reiseziel zu sehen und kommt nur zum Übernachten zurück ins Youth Hostel. Deshalb wird in Schlafsälen, sogenannten Dorms übernachtet, in denen man quasi zufällig mit Reisenden aus aller Welt zusammengewürfelt wird. Dies bietet außerdem die Möglichkeit, internationale Freundschaften zu schließen und Anschluss zu finden, selbst wenn man allein verreist.

Was genau machte Youth Hostels in den letzten Jahren so attraktiv?

Youth Hostels sind nicht unbedingt eine Neuheit, allerdings wurde in den letzten Jahren auffallend aufgerüstet. Vor einiger Zeit noch war es ganz normal, sich mit der ganzen Etage Toiletten und Duschkabinen zu teilen, heute wird es immer mehr zum Standard, dass jeder Schlafsaal ein eigenes Badezimmer hat. Außerdem bieten nahezu alle Youth Hostels auch kleinere Zimmer für etwa zwei Personen an, sollte man doch mal etwas mehr Privatsphäre wollen. Was natürlich zur Beliebtheit der Youth Hostels bei Jugendlichen beiträgt, ist die Bar, die in der Regel 24 Stunden geöffnet hat. Mittlerweile ist es tatsächlich keine Seltenheit mehr, dass eben diese Bars sogar regelrechte Partys veranstalten. Kommt man also von einem langen Sightseeing-Tag zurück, verlässt man einfach das Zimmer, sucht Erdgeschoss oder sogar Dachterrasse auf und lässt den Abend gemütlich ausklingen, ohne nochmals den Weg in eine andere Bar oder Diskothek auf sich zu nehmen. Viele Hostelbetreiber machen sich das Konzept zu Nutzen und gleichen ihre Partys an Veranstaltungen in der Stadt an, beispielsweise in Form von Mottopartys. Das bewegt nicht selten die Reisenden dazu, vielleicht einen Tag früher anzureisen und lockt ebenso Gäste an, die gar nicht im Hostel übernachten.

Anhand der oben genannten Aspekte sind Youth Hostels eben auch für Investoren sehr beliebt. Man könnte also behaupten, dass das Konzept alle Interessentengruppen zufriedenstellt. Vor allem für Jugendliche und junge Erwachsene bieten Youth Hostels und deren Aufrüstung die Chance günstig in andere Städte oder sogar Länder zu reisen und bereits in jungen Jahren den Kulturreichtum unserer Gesellschaft zu erkunden.

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